Jojo, der gefallene Star – Rezension zu „Aus den Sternen gefallen“

(Werbung da Rezensionsexemplar)

Hallo ihr Lieben,
ich schulde euch noch eine Rezension zu „Aus den Sternen gefallen“, dem Debüt von Sabine Dammann. Wer mir auf Instagram folgt, hat das Buch vielleicht schon das eine oder andere Mal gesehen. Bevor ich euch aber ein bisschen mehr darüber erzähle, dürfen natürlich die Basic-Information nicht fehlen. 😉

Erschienen ist „Aus den Sternen gefallen“ am 2. Oktober 2018, sowohl als Taschenbuch (10,99€), als auch als eBook (2,99€). Es hat 316 Seiten (laut Amazon, die haben aber immer interessante Zahlen xD) und ist ein Jugendbuch – der Grund, warum ich es lesen wollte, denn ich hatte schon lange keines mehr gelesen.

In dem Buch geht es um die 16-, später 17-Jährige Jojo, die anfangs ein tolles Leben als „Star“ („Sternchen“ trifft es wahrscheinlich eher) führt. Doch dann ist es auf einmal aus und sie findet sich in einem ganz neuen Leben wieder.
Darunter kann man sich jetzt wahrscheinlich nicht sooo viel vorstellen, deshalb hier mal der offizielle Klappentext:

Stell dir vor, du hast alles erreicht, wovon du je geträumt hast. Und im nächsten Moment wird dir alles wieder genommen! Würdest du aufgeben? Oder erneut für deine Träume kämpfen?Aus den Sternen gefallen von [Dammann, Sabine]

Jojo ist 16 Jahre, schön, talentiert und ein Star. Mit ihrer Girlgroup, den Honeybabes, stürmt sie die Musikcharts. Doch nach einem Live-Auftritt verändert ein Unfall alles. Ihre Mutter stirbt, sie selbst wird verletzt. Die Familie ihres Onkels umsorgt sie und bietet ihr ein neues Zuhause. Doch Jojo hat nur ein Ziel vor Augen: so schnell wie möglich zurück auf die Bühne!
Ihr Comeback gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht. Werden die Honeybabes wirklich auf sie warten und ihr Onkel und seine Familie ihren Traum vom Ruhm unterstützen? Und was ist mit ihrem arroganten Mitschüler Eric? Auch er ist Musiker und bringt Jojos Herz völlig aus dem Takt …

Ein Buch über große Träume, die erste Liebe, Schicksal und die Kraft der Musik.

 

Der Klappentext umschreibt extrem gut, was in dem Buch passiert, ist also ziemlich gelungen. Das Buch selbst allerdings ist nicht ganz so meins gewesen. Von Anfang an:

Schon ziemlich zu Beginn habe ich mir aufgeschrieben, dass mir ein wenig die Emotionen fehlten. Beispielsweise der Tod von Jojos Mutter: Ich habe nichts gefühlt. Gar nichts – nur Verwunderung, dass ich nichts fühle. Auch später fiel mir dann immer wieder auf, dass auch Gefühle wie Entsetzen oder Liebe nicht gut rüberkamen. Das macht leider viel aus… :/

Jojo als Protagonistin war ein wenig schwierig. Sie verhielt sich nicht, wie eine Sechzehnjährige – sie war einerseits total naiv und total auf ihren Seifenblasentraum fixiert, und andererseits war sie einfach extrem weit weg. Das kann ich gar nicht wirklich beschreiben, aber auch sie als Person konnte ich nicht erfassen.
Ihr Weltbild ist einfach sehr verschoben, so sieht sie beispielsweise ihre Mutter in einem strahlenden Licht, genauso wie ihre Bandmitglieder und den Bandmanager – die sich allerdings für mich alle vier total asozial verhalten haben. Jojos Mutter war total auf die Karriere ihrer Tochter fixiert, die Bandleute haben sich ewig lange nicht gemeldet, waren aber laut Jojo total nett und toll und freundlich und alles supi. Hmpf.

Kommen wir mal eben zu dem Konflikt des Buches. Die Wahl zwischen ihrem aktuellen „normalen“ Leben und dem als Star, was gleichzeitig aber einiges an Arbeit erfordert.
Diesen Konflikt fand ich irgendwie nicht sehr… realistisch. Es war für mich einfach gar kein Konflikt, auch das war also sehr weit weg.

Um mal etwas positives zu sagen: Der Schreibstil war sehr flüssig und prinzipiell ziemlich gut, auch wenn man ein wenig merkt, dass es sich hier nicht um ein Verlagsbuch handelt, sondern um ein Selfpublishing-Debüt. Das merkte man leider auch an dem Format: In meiner mobi-Datei war der Text in einer ziemlich unglücklichen Schriftart – vielleicht war das gar nicht beabsichtigt, aber ich fand es nicht so schön zu lesen.

Puh… Das war jetzt alles sehr negativ, und ich habe noch ein paar andere Sachen anzumerken… Aber bitte behaltet im Kopf, dass ich das Buch trotzdem relativ gut fand, okay? ;p

Kurz gesagt gab es einige Szenen, in denen mir persönlich der Sinn fehlte, es plätscherte so einfach dahin… Es gab keine Persönlichkeitsentwicklung, auch keine Beziehungsentwicklung.
Und der letzte Punkt ist dann auch die Beziehung zwischen Jojo und Eric. Ich denke, ich habe damit schon ein bisschen gespoilert, aber bitte seht es mir nach. Diese … Liebe war mir ebenfalls zu oberflächlich dargestellt. Es ging mir zu schnell, wie sich die beiden auf einmal mochten, und auch eine gewisse Szene fand ich ein bisschen awkward… Klar, das erste Mal ist wahrscheinlich niemals so rosig und toll, wie es in einigen Büchern dargestellt wird, aber man sollte es vielleicht nicht so gruselig darstellen, dass es Jugendliche – die ja die Zielgruppe sind – abschrecken könnte… :/

 

So, das war jetzt alles. Viele Kritikpunkte, weil ich das Gute an diesem Buch einfach nicht so gut benennen kann. 😦 Von mir gäbe es ungefähr 3 bis 2,75 Sterne, aber gute 3 bis 2,75 Sterne!
Habt ihr das Buch gelesen? Wie fandet ihr es?

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