Rapunzel neu… nein, nicht verföhnt – Rezension zu „Diamantkäfig“

Hallo ihr Lieben,
wie geht’s euch? Ich genieße im Moment meine Ferien und habe meine Leseflaute einigermaßen überwunden. Schuld daran war tatsächlich „Diamantkäfig“. Das ist in sofern ganz lustig, weil es schon „Blütenzauber“ war, was mich aus meiner Fanatsy-Flaute geholt hat. Regina Meißner hat es einfach drauf. 😛

„Diamantkäfig“ ist der dritte Teil der „Der Fluch der sechs Prinzessinnen“-Reihe aus dem Sternensand-Verlag, die aber eigentlich ziemlich unabhängig voneinander gelesen werden können. Klar, ein ganz bisschen spoilert man sich, aber nicht allzu sehr. Ich kann’s bestätigen, denn „Schwanenfeuer“, also Band 1, habe ich immer noch nicht gelesen. *lach*
Es gibt auch schon einen vierten Teil, „Eispalast“, und Regina Meißner schreibt aktuell an Band 5.

Band 3 kostet als eBook 6,99€ und als Taschenbuch 12,95€. Das ist ein absolut fairer Preis für 400 Seiten, finde ich. Und hier ist der Klappentext für euch – zwar knapp, aber wahnsinnig passend!

Gefangen in einem Turm, gepeinigt von ihrer Stiefmutter Rania … das ist Prinzessin Valyras Fluch. Es gibt kein Entrinnen, denn die Hexe zwingt die jüngste der sechs Schwestern, seltene Zutaten für einen Trank zu suchen, welcher Rania unendliche Macht verleihen wird.
Als Valyra eines Tages unverhofft auf einen Verbündeten trifft, könnte dies die Wendung ihres schrecklichen Lebens bedeuten. Doch wird es ihr gelingen, das Rätsel um ihren Fluch zu lösen? Wie viele Opfer muss sie dafür bringen, wie stark muss sie dazu werden? Und – bergen Diamanten wirklich falsches Leben?

 

Ich habe das Buch, wie auch schon „Blütenzauber“, in der Leserunde bei Facebook gelesen und ganz ehrlich: Ich habe beinahe jeden Abschnitt zu weit gelesen… *lach* Einmal sogar fast, bis der Abschnitt danach vorbei war. Aber von vorne.

Der Anfang war für mich überraschenderweise ziemlich schwer. Die Anfangsszene ist (das ist kein Spoiler, ihr könnt es in der Leseprobe nachlesen :P) ziemlich ekelhaft und abartig – Valyra muss einem Drachen das Auge ausstechen. Das wurde so real beschrieben, dass ich beim Lesen echt angewiedert war – das muss man erstmal schaffen!
Von da an fiel mir das Lesen super leicht und ich wurde echt mitgerissen. Es gibt Bücher, da ist der Handlungsbogen eine Ansammlung an Laubhaufen – bei „Diamantkäfig“ ist es das Himalaya. Was ich damit sagen will: Man weiß nie, was im nächsten Moment kommt. Ich habe in der Leserunde die wildesten Vermutungen geäußert – sie waren alle falsch. Man wird immer wieder überrascht und zum Ende hin hatte ich immer mehr dieses Kribbeln im Bauch, dieses „Oh mein Gott, es ist so spannend und ich fühle so mit“-Gefühl.

Wo wir schon beim Ende sind: Ich kann euch sagen, dass das Ende toll ist. Auf dem Weg dahin hatte ich einmal echt Tränen in den Augen, aber das Ende selbst hat wunderbar gepasst. Es passte zu Valyra, es passte zu … und … – ich kann euch doch nciht spoilern! 😛

Valyra ist ein wenig älter als ich selbst, vielleicht ein knappes Jahr, und in „Blütenzauber“ fand ich sie unfassbar naiv und kindlich. In „Diamantkäfig“ fühlte sich das anfangs noch ein bisschen so an, aber nicht mehr so sehr und je weiter die Geschichte fortschritt, desto erwachsener, kämpferischer, liebenswerter wurde Valyra.

Ich fand auch den Fakt, dass Valyra mit ihren 16 Jahren einen Teil, den ihre beiden Schwestern erlebt haben, noch nicht erlebt hat, sehr passend. Es wäre unrealistisch, wenn ihr das auch schon passiert wäre – auch hier möchte ich nicht spoilern.

Ich glaube, man merkt schon ganz gut, dass ich die Geschichte ziemlich genial finde, aber eins noch: Es ist ja eine Märchenadaption, und davon merkt man auf den ersten Blick kaum etwas. Aber auf den zweiten Blick kommen so viele Details aus den Märchen an die Oberfläche, das ist echt Wahnsinn! Es sind Kleinigkeiten, könnte man sagen, aber gerade das macht es so faszinierend. „Diamantkäfig“ ist so anders als Rapunzel, und doch hat es so seine Parallelen – das ist einfach wahnsinnig gut gelungen!

Ich würde sagen, das ist eine absolute Leseempfehlung. 🙂

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